Finanzlexikon

Was unterscheidet den Nominalzins vom Effektivzins? Und was bedeutet eigentlich BIC? Verständliche Erläuterungen zu Finanzbegriffen finden Sie im norisbank Finanzlexikon.

 
Ad-hoc-Mitteilung

§ 15 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) schreibt vor, dass Emittenten von Wertpapieren verpflichtet sind, kursrelevante Informationen unverzüglich zu veröffentlichen. Dies erfolgt mit Hilfe von Ad-hoc-Mitteilungen, die die Vermögens-, Finanzlage oder auch den allgemeinen Geschäftsverlauf des Emittenten betreffen können. Um Insiderhandel zu verhindern, besteht in Deutschland wie auch auf allen anderen führenden Finanzplätzen die Pflicht zur Ad-hoc-Publizität.

AGB

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB; AGB-Banken) regeln grundlegende rechtliche Fragestellungen, die auf eine Vielzahl von Geschäftsfällen zutreffen. Jede Bank kann ihre eigenen AGB festlegen. Der Bankenverband hat ein Muster veröffentlicht, an dem sich die privaten Banken in der Regel orientieren. Die AGB werden Bestandteil z.B. des Kreditvertrags; sie unterliegen der gerichtlichen Kontrolle.

AGB-Pfandrecht

Das in den AGB vorgesehene Recht, das der Bank ein Pfandrecht an den Wertpapieren, Sachen und anderen Vermögensgegenständen des Kunden einräumt.

Agio

Aufschlag bei Wertpapieren. Der Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren den Nennwert übersteigt. Gegensatz: Disagio.

Aktie

Urkunde, die ihrem Inhaber einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft sowie bestimmte Mitgliedschaftsrechte am Unternehmen verbrieft. Der Inhaber einer Aktie (Aktionär) ist also Teilhaber bzw. Miteigentümer am Vermögen der AG. Seine Rechte, beispielsweise das Recht auf Dividende, werden durch das Aktienrecht verbrieft.

Aktienfonds

Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in inländische und/oder ausländische Aktien investiert.

Annuitätendarlehen

Darlehen mit gleich bleibenden Zahlungen an die Bank. Durch die in der Annuität enthaltene Tilgung sinkt der Zinsanteil der Annuität laufend, so dass der Tilgungsanteil der Annuität mit fortschreitender Kreditlaufzeit zunimmt.

Asset-Backed Securities (ABS)

Forderungsbesicherte Wertpapiere.

Ausfallwahrscheinlichkeit

(Englisch: Probability of Default - PD). Wahrscheinlichkeit, dass eine Forderung nicht zurückgezahlt werden kann. In der Regel wird die  Ausfallwahrscheinlichkeit auf den Zeitraum des nächsten Jahres bezogen (Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit; Ein-Jahres-PD).

Ausgabekurs
Der Kurs, den der Anleger beim Ersterwerb von Wertpapieren zahlt.
Ausschüttung

Durch eine Ausschüttung werden Aktionäre als Miteigentümer an den Gewinnen ihres Unternehmens und Besitzer von Fondsanteilen an den Erträgen des  ausschüttenden Investmentfonds beteiligt. Viele Aktiengesellschaften und Investmentfonds schütten ihre Gewinne bzw. Erträge einmal jährlich aus. Bestimmt  wird die Höhe der Dividende von der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft oder durch die Fondsbedingungen des Investmentfonds. Im Unterschied zu  ausschüttenden Fonds werden die Erträge bei einem so genannten thesaurierenden Fonds zur Wiederanlage verwendet.


Eine Ausschüttung führt am Kapitalmarkt in der Regel zu einem (kurzfristigen) Kursabschlag, da der ausgeschüttete Gewinn das Unternehmensvermögen vermindert. Dadurch errechnet sich bei einer gleich bleibenden Anzahl von Anteilen ein niedrigerer Anteilspreis.

Ausschüttungsfonds

Bei Ausschüttungsfonds erhalten Anleger in der Regel eine jährliche Ausschüttung. Der Preis des Investmentanteils verringert sich am Tag der Ausschüttung um diesen Betrag.

 

Das Glossar wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Banken erstellt.

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