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Unterkonten: Warum Sie sich dafür entscheiden sollten?

03.08.2026

Unterkonten: So funktionieren die Extra-Spartöpfe

Lesezeit: 5 Minuten

Immer mehr Banken bieten Unterkonten, auch Pockets genannt, als Extra zum Giro- oder Tagesgeldkonto an. Die Idee hinter einem – meist kostenlos – hinzufügbaren Unterkonto: Geld für bestimmte Zwecke in verschiedene Töpfe aufteilen und gezielt zu sparen. Somit entfällt die Suche nach einer zweiten Bank.

  • Mit Unterkonten können Sie Ihre Finanzen nach festen Sparzielen oder Budgets übersichtlich aufteilen.
  • Die je nach Finanzinstitut unterschiedlichen Namen – etwa Pocket, Space oder Spartopf – haben keinen tieferen Sinn; die Funktionsweise ist immer gleich.
  • Die Verwaltung der Unterkonten läuft bequem per App oder Online-Banking. Es ist kein neuer Kontoeröffnungsprozess nötig.

Worum geht es?

Diese Seite erklärt, was es mit den Unterkonten auf sich hat, die immer häufiger in Verbindung mit einem neu eröffneten Giro- oder Tagesgeldkontos angeboten werden. Neben einer Begriffsdefinition lesen Sie, wie Pockets funktionieren und worauf Nutzer:innen achten sollten.

Was ist ein Unterkonto?

  • Unterkonten sind zusätzliche Konten, die Sie als Budget-Töpfe verwenden können, um Ihr Geld darauf zu verteilen und gezielt zu sparen.
  • Je nach Bank wird ein Unterkonten auch als Pocket, Space oder Spartopf bezeichnet – die Funktion ist immer gleich.
  • Die Unterkonten verwalten Sie via App oder Online-Banking, sodass die aufwändige Eröffnung eines neuen Kontos entfällt.

Pocket, Space oder Unterkonto – wo liegt der Unterschied?

Ob Banken die digitalen Geldtöpfe Space, Spartopf oder schlicht Unterkonto nennen – das Prinzip dahinter bleibt gleich. Der Name ist nur Kosmetik. Die wichtigste Frage bei einem Unterkonto-Angebot lautet daher immer, an welchen Kontotyp die Unterkonten angeschlossen sind, und ob das eingelagerte Geld dort Zinserträge generiert.

Warum viele Unterkonten keine Zinsen bringen

In der Regel stehen Ihnen Unterkonten nur als Extra zu einem Girokonto zur Verfügung. Beim klassischen Girokonto werden Guthaben und Unterkonten allerdings nicht verzinst. Das bedeutet 0 Prozent Zinsen auf Rücklagen.

    Um Geld zu sparen oder Vermögen aufzubauen, ist ein Tagesgeldkonto besser geeignet. Hier erhalten Sie Zinsen auf Ihr Guthaben. So wächst Ihr Geld, während es auf einem Girokonto ungenutzt bleibt. Idealerweise sind auch die dazugehörigen Unterkonten verzinst – das verstärkt den Spareffekt.

      Beim gleichen Betrag von 1.000 Euro auf dem mit beispielhaft 2,25 Prozent verzinsten Tagesgeldkonto inklusive der Unterkonten erzielen Sie nach einem Jahr zusätzliche Beträge von 30 Euro (Unterkonten) bzw. 112,50 Euro für Ihr Tagesgeld pro Jahr.

      Konto Guthaben Zinssatz p.a. Zeitraum Zinsen
      Girokonto

      5.000 € +

      4 × 1.000 €

      0 % 1 Jahr 0 €
      Tagesgeldkonto Hauptkonto 5.000 €
      2,25 % 1 Jahr 112,50 €*
      Tagesgeldkonto Unterkonten (4 × 1.000 €)
      4 × 1.000 € 0,75 % 1 Jahr 30 €

      *unter Berücksichtigung eines vorhandenen Freistellungsauftrags

      Tagesgeld-Unterkonten: Die Alternative mit Extrazins

      Es ist Marktstandard, dass Unterkonten an Girokonten angeschlossen sind. Da aber weder Guthaben auf einem Girokonto noch auf einem Pocket verzinst wird, ergeben sich daraus keine Wachstumseffekte für Ihr angelegtes Geld.

      Wie es anders geht, zeigt das Best Practice-Beispiel norisbank: Hier liegt Ihr Geld nicht auf dem Girokonto, sondern auf einem Tagesgeldkonto. Ihr Sparbetrag bleibt also stets zugänglich und Sie profitieren von einem doppelten Zinseffekt. Denn Sie

      • ... erhalten Zinsen auf Ihr Tagesgeld
      • ... profitieren von verzinsten Unterkonten, aktuell 0.75% p.a. (Standardkonditionen) für die jeweiligen Pockets und
      • ... beziehen vierteljährlich die Zinserträge für Ihr Tagesgeld und die Unterkonten.

      Auf diese Weise sparen Sie mit System, können aber trotzdem jederzeit auf Ihr eingelagertes Geld zugreifen.

      Zudem verwalten Sie Ihr Tagesgeldkonto und die Pockets komfortabel in Ihrem Online-Banking oder über die norisbank App.

      So einfach integriert: Unterkonten im Alltag

      Haben Sie Pockets angelegt, dient das Hauptkonto, sprich Ihr Girokonto, als Referenzkonto, von dem Sie Beträge bei Bedarf auf die Unterkonten überweisen, beispielsweise via Dauerauftrag.

      Mit diesen Schritten wird die Nutzung der Unterkonten schnell zur Routine:

      1. Geld wird verzinst auf Unterkonto geparkt

        So bleiben Sparen und Ausgeben klar voneinander getrennt – für mehr Übersicht und Kontrolle.

      2. Zwischenschritt: Geld für Transfer vorbereiten

        Wollen Sie über Unterkonten Zahlungen ausführen, muss der Geldbetrag zunächst auf das Referenzkonto übertragen werden. Das geht in wenigen Sekunden via Online-Banking oder App.

      3. Zahlungen wie gewohnt vornehmen

        Sobald die neu übertragene Geldsumme auf dem Referenzkonto verfügbar ist, können Sie wie gewohnt bezahlen oder abbuchen.

      Wichtig: Jedes Pocket-Unterkonto hat eine eigene IBAN, die Sie für Einzahlungen via Dauerauftrag oder Überweisung nutzen können. Externe Einzahlungen laufen über das Referenzkonto, das bei jeder Bank liegen kann; vom Unterkonto aus ist ein aktiver Zahlungsverkehr nicht möglich.

      Für welche Sparziele eignen sich Unterkonten?

      Unterkonten ermöglichen es, mehrere Sparziele gleichzeitig zu verfolgen. Dabei vergeben Sie für jeden Spartopf einen eigenen Namen, zum Beispiel „Urlaub“, „WG-Miete“ oder „große Anschaffungen“. So behalten Sie immer den Überblick, wie viel Geld für jeden Zweck bereitsteht.

      Urlaubskasse

      Wie viel Geld habe ich für die Reise? Mit einem eigenen Pocket trennen Sie Ihr Reisebudget – auch mental – vom übrigen Guthaben. So behalten Sie jederzeit den Überblick über Ihre Reisekasse.

      Notfall-Rücklage

      Ein Extra-Spartopf hilft, einen finanziellen Puffer für Notfälle gezielt aufzubauen. Experten empfehlen häufig, drei Monatsgehälter als Rücklage einzuplanen. Mit einem eigenen Pocket bleibt dieses Geld sichtbar von alltäglichen Aufwänden getrennt.

      Auto & Wartung

      Inspektion, Reifen, Versicherungswechsel – diese Dinge lassen sich besser planen, wenn Sie regelmäßig Geld dafür zurücklegen. Mit einem Auto-Pocket wird diese Rücklage transparent und übersichtlich.

      Geschenke & Anschaffungen

      Irgendjemand hat immer Geburtstag und gelegentlich sind größere Anschaffungen wie Möbelstücke oder ein neuer TV nötig. Mit einem Pocket sparen Sie frühzeitig in kleinen Beträgen und behalten Ihr Budget im Blick.

      Tipp

      norisbank Unterkonten: Verzinst statt unverzinst

      Tipp: Anders als bei Pockets zu Girokonten, sind die Unterkonten beim Tagesgeld-Konto der norisbank verzinst – mit aktuell 0,75% p.a. (Standardkonditionen, Zinssatz variabel).

      Worauf sollte man bei Unterkonten achten?

      Sie wollen ein Konto mit angeschlossenen Unterkonten eröffnen? Dann wissen Sie mit unserer Checkliste sofort, welche Kriterien Sie prüfen sollten:

      Checkliste für Unterkonten/Pockets:

      • Kontotyp, an dem die Unterkonten angeschlossen sind (Girokonto oder Tagesgeldkonto?)
      • Verzinsung der Unterkonten, ja oder nein?
      • Maximale Anzahl der möglichen Unterkonten
      • Kontoführungsgebühren, ja oder nein?
      • Eigene IBAN für jedes Unterkonto vorhanden
      • Möglichkeit der direkten Einzahlungen auf das Unterkonto via Überweisung oder Dauerauftrag

      Unterkonten, die auf einem Tagesgeldkonto basieren, machen es möglich, getrennte Budgets mit Ihren Sparzielen zu verbinden.

      Beispiel norisbank: Sicherheit für Ihre Ersparnisse

      Dass Banken die Sicherheit des eingelagerten Kapitals gegenüber ihren Kunden gewährleisten müssen, liegt auf der Hand.

      Die norisbank, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, nimmt Sicherheit sehr ernst. Die Bank ist BaFin-reguliert und das Tagesgeldkonto sowie alle Unterkonten sind durch die gesetzliche Einlagensicherung (bis 100.000 €) geschützt.

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