03.08.2026
Lesezeit: 5 Minuten
Immer mehr Banken bieten Unterkonten, auch Pockets genannt, als Extra zum Giro- oder Tagesgeldkonto an. Die Idee hinter einem – meist kostenlos – hinzufügbaren Unterkonto: Geld für bestimmte Zwecke in verschiedene Töpfe aufteilen und gezielt zu sparen. Somit entfällt die Suche nach einer zweiten Bank.
Diese Seite erklärt, was es mit den Unterkonten auf sich hat, die immer häufiger in Verbindung mit einem neu eröffneten Giro- oder Tagesgeldkontos angeboten werden. Neben einer Begriffsdefinition lesen Sie, wie Pockets funktionieren und worauf Nutzer:innen achten sollten.
Ob Banken die digitalen Geldtöpfe Space, Spartopf oder schlicht Unterkonto nennen – das Prinzip dahinter bleibt gleich. Der Name ist nur Kosmetik. Die wichtigste Frage bei einem Unterkonto-Angebot lautet daher immer, an welchen Kontotyp die Unterkonten angeschlossen sind, und ob das eingelagerte Geld dort Zinserträge generiert.
In der Regel stehen Ihnen Unterkonten nur als Extra zu einem Girokonto zur Verfügung. Beim klassischen Girokonto werden Guthaben und Unterkonten allerdings nicht verzinst. Das bedeutet 0 Prozent Zinsen auf Rücklagen.
Um Geld zu sparen oder Vermögen aufzubauen, ist ein Tagesgeldkonto besser geeignet. Hier erhalten Sie Zinsen auf Ihr Guthaben. So wächst Ihr Geld, während es auf einem Girokonto ungenutzt bleibt. Idealerweise sind auch die dazugehörigen Unterkonten verzinst – das verstärkt den Spareffekt.
Beim gleichen Betrag von 1.000 Euro auf dem mit beispielhaft 2,25 Prozent verzinsten Tagesgeldkonto inklusive der Unterkonten erzielen Sie nach einem Jahr zusätzliche Beträge von 30 Euro (Unterkonten) bzw. 112,50 Euro für Ihr Tagesgeld pro Jahr.
| Konto | Guthaben | Zinssatz p.a. | Zeitraum | Zinsen |
|---|---|---|---|---|
| Girokonto | 5.000 € + 4 × 1.000 € |
0 % | 1 Jahr | 0 € |
| Tagesgeldkonto Hauptkonto | 5.000 € |
2,25 % | 1 Jahr | 112,50 €* |
| Tagesgeldkonto Unterkonten (4 × 1.000 €) |
4 × 1.000 € | 0,75 % | 1 Jahr | 30 € |
*unter Berücksichtigung eines vorhandenen Freistellungsauftrags
Es ist Marktstandard, dass Unterkonten an Girokonten angeschlossen sind. Da aber weder Guthaben auf einem Girokonto noch auf einem Pocket verzinst wird, ergeben sich daraus keine Wachstumseffekte für Ihr angelegtes Geld.
Wie es anders geht, zeigt das Best Practice-Beispiel norisbank: Hier liegt Ihr Geld nicht auf dem Girokonto, sondern auf einem Tagesgeldkonto. Ihr Sparbetrag bleibt also stets zugänglich und Sie profitieren von einem doppelten Zinseffekt. Denn Sie
Auf diese Weise sparen Sie mit System, können aber trotzdem jederzeit auf Ihr eingelagertes Geld zugreifen.
Zudem verwalten Sie Ihr Tagesgeldkonto und die Pockets komfortabel in Ihrem Online-Banking oder über die norisbank App.
Haben Sie Pockets angelegt, dient das Hauptkonto, sprich Ihr Girokonto, als Referenzkonto, von dem Sie Beträge bei Bedarf auf die Unterkonten überweisen, beispielsweise via Dauerauftrag.
Mit diesen Schritten wird die Nutzung der Unterkonten schnell zur Routine:
So bleiben Sparen und Ausgeben klar voneinander getrennt – für mehr Übersicht und Kontrolle.
Wollen Sie über Unterkonten Zahlungen ausführen, muss der Geldbetrag zunächst auf das Referenzkonto übertragen werden. Das geht in wenigen Sekunden via Online-Banking oder App.
Sobald die neu übertragene Geldsumme auf dem Referenzkonto verfügbar ist, können Sie wie gewohnt bezahlen oder abbuchen.
Wichtig: Jedes Pocket-Unterkonto hat eine eigene IBAN, die Sie für Einzahlungen via Dauerauftrag oder Überweisung nutzen können. Externe Einzahlungen laufen über das Referenzkonto, das bei jeder Bank liegen kann; vom Unterkonto aus ist ein aktiver Zahlungsverkehr nicht möglich.
Unterkonten ermöglichen es, mehrere Sparziele gleichzeitig zu verfolgen. Dabei vergeben Sie für jeden Spartopf einen eigenen Namen, zum Beispiel „Urlaub“, „WG-Miete“ oder „große Anschaffungen“. So behalten Sie immer den Überblick, wie viel Geld für jeden Zweck bereitsteht.
Wie viel Geld habe ich für die Reise? Mit einem eigenen Pocket trennen Sie Ihr Reisebudget – auch mental – vom übrigen Guthaben. So behalten Sie jederzeit den Überblick über Ihre Reisekasse.
Ein Extra-Spartopf hilft, einen finanziellen Puffer für Notfälle gezielt aufzubauen. Experten empfehlen häufig, drei Monatsgehälter als Rücklage einzuplanen. Mit einem eigenen Pocket bleibt dieses Geld sichtbar von alltäglichen Aufwänden getrennt.
Inspektion, Reifen, Versicherungswechsel – diese Dinge lassen sich besser planen, wenn Sie regelmäßig Geld dafür zurücklegen. Mit einem Auto-Pocket wird diese Rücklage transparent und übersichtlich.
Irgendjemand hat immer Geburtstag und gelegentlich sind größere Anschaffungen wie Möbelstücke oder ein neuer TV nötig. Mit einem Pocket sparen Sie frühzeitig in kleinen Beträgen und behalten Ihr Budget im Blick.
Tipp: Anders als bei Pockets zu Girokonten, sind die Unterkonten beim Tagesgeld-Konto der norisbank verzinst – mit aktuell 0,75% p.a. (Standardkonditionen, Zinssatz variabel).
Sie wollen ein Konto mit angeschlossenen Unterkonten eröffnen? Dann wissen Sie mit unserer Checkliste sofort, welche Kriterien Sie prüfen sollten:
Unterkonten, die auf einem Tagesgeldkonto basieren, machen es möglich, getrennte Budgets mit Ihren Sparzielen zu verbinden.
Dass Banken die Sicherheit des eingelagerten Kapitals gegenüber ihren Kunden gewährleisten müssen, liegt auf der Hand.
Die norisbank, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, nimmt Sicherheit sehr ernst. Die Bank ist BaFin-reguliert und das Tagesgeldkonto sowie alle Unterkonten sind durch die gesetzliche Einlagensicherung (bis 100.000 €) geschützt.