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HAUSHALTSBUCH

Finanzen managen und Sparpotenziale aufspüren

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Haushaltsbuch: Finanzen managen und Spar­potenziale aufspüren

Fragen Sie sich auch oft, wohin Ihr Geld verschwindet? Miete, Benzin, Lebensmittel, Konsumartikel: Es ist nicht einfach, den Überblick über sämtliche Ausgaben zu wahren. Dabei fallen gerade kleine Beträge in der Summe stark ins Gewicht.

Ein altbewährtes Mittel hilft, Einnahmen und Ausgaben zu kontrollieren: das Führen eines Haushaltsbuchs. Der Aufwand lohnt sich, und mit der Zeit wird die kleine Haushaltsbuchführung zur Routine. Sie sparen ein finanzielles Polster an und haben mehr Geld für wichtige Dinge übrig.

Warum lohnt es sich, ein Haushaltsbuch zu führen?

Dem Haushaltsbuch haftet ein altbackenes Image an. Eines zu führen, erscheint vielen als kompliziert und zeitaufwendig. Doch es gibt gute Gründe, ein Haushaltsbuch zu führen.

  • Ausgaben kontrollieren
    Mit einem Haushaltsbuch behalten Sie Ihre Ausgaben im Blick. Sie wissen, wie viel Sie maximal ausgeben können und erkennen rasch, wenn ein finanzieller Engpass droht. Sie können rechtzeitig kürzer treten oder im Voraus etwas ansparen. Gerade in einem Mehrpersonenhaushalt verhindert dies, dass unvorhersehbare Kosten zu einem Problem werden.
  • Finanzen realistischer planen
    Sie träumen davon, einmal in den eigenen vier Wänden zu wohnen? Mit einem einfachen Haushaltsbuch finden Sie rasch heraus, ob und wann eine kreditfinanzierte Immobilie oder größere Anschaffung realistisch ist. Wenn Sie wissen, welche Ausgaben regelmäßig anfallen und welche nur hin und wieder, können Sie besser kalkulieren.
  • Sparpotenziale ermitteln
    Eine übersichtliche Auflistung der Ausgaben erleichtert es, vermeidbare Kosten zu identifizieren. Rasch sehen Sie, wo es sinnvoll wäre, weniger auszugeben. Vielleicht machen Sie auch eine überflüssige Police oder einen unangemessen hohen Handytarif aus. Spartipps lassen sich mithilfe eines Haushaltsbuchs wesentlich besser umsetzen. Familien können übers Jahr oftmals sogar einige Hundert Euro einsparen.
  • Geld sinnvoller ausgeben
    Geld ist rascher ausgegeben, als man denkt. Ein Haushaltsbuch zum Eintragen sämtlicher Kosten schafft ein Bewusstsein für Konsumgewohnheiten. Es hilft, den eigenen Konsum zu zügeln. Das bedeutet keineswegs, dass Sie auf Genuss verzichten müssten. Sie haben unterm Strich schlicht mehr Geld für andere Dinge zur Verfügung, zum Beispiel für den Familienurlaub, die Altersvorsorge oder das Bausparen.

So führen Sie ein einfaches Haushaltsbuch

In einem Haushaltsbuch listen Sie regelmäßig Einnahmen, Fixkosten und veränderliche Ausgaben auf. Sie können täglich, monatlich und jährlich Bilanz ziehen, indem Sie den Saldo berechnen. Anhand des Differenzbetrags ersehen Sie Ihr Budget.

Erfolgreiche Haushaltsbuch­führung vorbereiten

Rufen Sie zu Beginn Ihre Kontoübersicht auf und legen Sie sich Quittungen sowie Verträge (z. B. des Strom- oder Internetanbieters) zurecht. Ordner und Sammelboxen helfen dabei, Belege lückenlos zu sammeln.

Bewahren Sie Belege und Haushaltsbuch am besten immer in Reichweite auf. Eintragungen vorzunehmen wird auch dann rascher zur Gewohnheit, wenn Sie sich einen günstigen Zeitpunkt überlegen. Je vollständiger Sie Kosten auflisten, desto genauer ist die Übersicht. Beziehen Sie auch Partner oder Mitbewohner ein, wenn Sie einen gemeinsamen Haushalt führen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Haushaltsbuch zu führen: auf Papier, mithilfe einer Software, mit einem Online-Haushaltsrechner oder per App. Was Sie nutzen, hängt einzig von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Einnahmen notieren

In einem ersten Schritt listen Sie sämtliche Einnahmen Ihres Haushalts auf. Dazu gehören neben dem regulären Gehalt auch Nebeneinkünfte wie beispielsweise Einnahmen aus einer Vermietung, einer ehrenamtlichen Tätigkeit sowie Weihnachtsgeld. Addieren Sie diese Posten monatsweise und berechnen Sie auch die Jahressumme. So sehen Sie, ob Sie etwa durch eine Sonderzahlung zum Jahresende einmal mehr Geld auf dem Konto haben.

Feste Kosten auflisten

Tragen Sie alle Ausgaben in Ihr Haushaltsbuch ein, die in regelmäßigen Zeitabständen und in gleicher Höhe anfallen. Dazu gehören monatliche Zahlungen wie Miete oder Telefongebühren. Versicherungsbeiträge oder Rundfunkgebühren werden hingegen in der Regel vierteljährlich oder als Jahresbetrag entrichtet. Kontoübersichten und Verträge helfen Ihnen bei der korrekten Zuordnung.
Auf diese Weise sehen Sie, wann Sie einmal mehr Puffer benötigen, um nicht in Zahlungsverzug zu geraten. Viele empfinden es zugleich als übersichtlich, in größeren Abständen anstehende Kosten auf den Monat umzulegen und spaltenweise eine Monatssumme bilden.
Wie viel bleibt übrig? Ziehen Sie anschließend alle festen Ausgaben von Ihren Einnahmen ab. So sehen Sie, wie viel Geld Ihnen pro Monat zur Verfügung steht, um beispielsweise Ihre Einkäufe im Supermarkt zu erledigen.

Veränderliche Ausgaben eintragen

Etwas aufwändiger ist es, veränderliche Ausgaben im Haushaltsbuch zu notieren. Neue Schuhe, Drogerieartikel, Karten fürs Kino oder Museum und Restaurantbesuche: Alle diese Kosten fallen unregelmäßig an und schwanken in der Höhe. Wenn Sie sich die Ausgaben vollständig notieren, werden Sie erkennen, dass sich auch Kleckerbeträge rasch zu einer stattlichen Summe addieren. Vielleicht bemerken Sie, dass mehrere kleinere Spontankäufe auf den Monat gerechnet finanziell viel ausmachen – und eigentlich überflüssig sind.
Sammeln Sie Kassenbons und Quittungen oder schlüsseln Sie per Kartenzahlung beglichene Beträge anhand Ihrer Kontoübersicht auf. Bei mehreren nicht dokumentierten Barzahlungen notieren Sie einfach die Gesamtsumme des von Ihrem Konto abgehobenen Bargeldes.
Ziehen Sie am besten zum Monatsende Bilanz, indem Sie sowohl fixe als auch veränderliche Ausgaben vom Monatseinkommen abziehen. Das erleichtert es, Rücklagen für kostenintensivere Monate zu bilden

Spartipps und Haushalts­buch: So reduzieren Sie Ihre Ausgaben

Nachdem Sie Ihr Haushaltsbuch drei Monate lang geführt haben, lohnt es sich, die Ausgabenübersicht auszuwerten. Auf diese Weise ermitteln Sie Sparpotenziale. Am einfachsten geht dies, wenn Sie einzelne Kostenposten zu einer Kategorie zusammenfügen. Dadurch wissen Sie, wie viel Sie beispielsweise für Lebensmittel, Freizeit und Versicherungen ausgeben.

Nicht selten staunen Verbraucher, wie stark beispielsweise kleine Imbisssnacks zwischendurch ins Gewicht fallen. Überlegen Sie, ob Sie an dieser Stelle kürzertreten möchten. Hilfreich sind auch Referenzwerte, die unter anderem Verbraucherzentralen für Konsumgüter und Dienstleistungen bereitstellen. Wenn Sie eigene Ausgaben mit denen anderer Haushalte vergleichen, entdecken Sie beispielsweise unangemessen hohe Kontoführungsgebühren. Anschließend können Sie einen Kontowechsel vornehmen und ein kostenloses Girokonto eröffnen.